Gran Canaria- Insel mit vielen Gesichtern

Gran Canaria- Insel mit vielen Gesichtern

Abseits der Ferienzentren bietet Gran Canaria eine sehr beeindruckende Landschaftsvielfalt, wie sie keine andere Kanarische Insel zu bieten hat. Wer sie entdecken möchte, macht sich am besten mit einem Mietwagen auf den Weg oder schließt sich einem organisierten Ausflug an.

eine Insel voller Gegensätze

Beherrscht wird das Zentrum der Insel von einer großartigen Gebirgslandschaft, das aufgrund der Unberührtheit von der UNESCO zum
Biosphärenreservat erklärt wurde. Tiefe Schluchten (barrancos) ziehen sich strahlenförmig in alle Himmelsrichtungen bis zur Küste hinab.

Der Westen Gran Canarias präsentiert sich mit seiner spektakulären Steilküste wild und ungezähmt. Der fruchtbare Norden der Insel ist geprägt von üppig
grüner Natur. Im krassen Gegensatz dazu steht der trockene und sonnenreiche Süden, in dem die meisten der zahlreichen Gäste ihren Urlaub verbringen.
Begibt man sich von hier aus auf Entdeckungstour, bieten sich gleich mehrere Ausflüge an, zum Beispiel ins Inselzentrum zum Pico de las Nieves.

Süßwasser-See im Naturpark des Roque Nublo auf Gran Canaria

Erloschener Vulkan

Eine der landschaftlich reizvollsten Touren zum „Schneegipfel“ Pico del las Nieves führt von Tafira aus über Santa Brígida, Viga de Mateo und Cruz de Tejeda. Ein Abstecher über die Caldera de Bandama lohnt sich. Schon der Weg hinauf liefert zahlreiche Fotomotive. Oben angekommen bieten sich neben dem Blick in die Tiefe der Caldera herrliche Panoramen: Im Norden bzw. Osten liegen der Atlantische Ozean, die Hauptstadt Las Palmas sowie Telde. Richtung Südwest schweift der Blick zum ältesten Golf Club der Insel und zum Gebirge mit seinen Ausläufern.

Kanarischer Garten

Bei Tarifa liegt ein weiteres Inselhighlight: Der Jardín Canario, der größte botanische Garten Spaniens. Hier ist (fast) alles versammelt, was auf Gran Canaria an heimischer Flora wächst und gedeiht. Ob Drachen- oder Lorbeerbaum, Heidelandschaft oder Kiefernwald, Kakteen oder farbeprächtige Strelitzien, Kanarische Palmen oder Gebirgspflanzen. Gran Canaria vereint so viele unterschiedliche Landschaftsformen auf kleinem Raum, dass die Pflanzenvielfalt überwältigend ist. Spätestens jetzt wird klar, warum die Insel auch „Kontinent im Westentaschenformat“ genannt wird.

Teide of Tenerifa & Pico Nublo of Gran Canaria
Jardin Canario - botanical garden of Gran Canaria, Spain.

Höchstes Ziel

Noch eine kurze Wegstrecke durch Kiefernwald, dann ist der mit 1.949 Metern höchste Gipfel Gran Canarias, der Pico de las Nieves, erreicht. Bei klarer Sicht ist der Blick von der Aussichtsplattform einzigartig. Tief unten liegt die Caldera de Tirajana, während sich gleichzeitig der gesamte Südwesten der Insel vor einem ausbreitet. An guten Tagen lässt sich sogar der Teide auf Teneriffa am Horizont ausmachen. Ein wirklich großartiges Panorama.

Panoramic view from Pico de las Nieves on Gran Canaria , Spain.

Stauseen

Wanderern werden sie ein Begriff sein, aber in der Regel sind sie wenig beachtete Ausflugsziele von Urlaubern: die Stauseen Gran Canarias. Von ihnen gibt es etwa 60 auf der Insel. Oftmals liegen sie nur schwer zugänglich zwischen den Felswänden der barrancos. Manche von ihnen sind aber gut erreichbar und beliebte Erholungsgebiete der Einheimischen. Touristen verirren sich nur wenige dorthin. Zu den bekanntesten Stauseen zählen Cueva de las Niñas und, der größte und wohl auch am schönsten gelegene, Presa de Soria.

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